7 Erfindungen aus München Kreative Köpfe und wissenschaftliche Genies

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Wusstet ihr, wer Mensch ärgere dich nicht erfunden hat oder wegen wem ihr heute euer Bier ganz bequem in den Kühlschrank stellen könnt? Nein? Dann wird es höchste Zeit das zu ändern! München und Stuttgart sind laut Forschern die Städte, aus denen die meisten Erfindungen Deutschlands kommen, da haben wir uns doch direkt mal auf die Suche nach unseren Münchner Entdeckern gemacht. Jetzt staunen wir nicht schlecht, was für kluge Köpfe doch in München gewirkt haben und was die so alles erfunden haben, aber überzeugt euch selbst.

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Carl von Linde

Der Kühlschrank

Ohne unsere erste Erfindung aus München wäre der Sommer um einiges schlechter. Denkt nur mal an warmes Bier, warmen Wein oder ein Leben ohne Eis. Da haben wir noch mal Glück gehabt, dass Carl von Lind – damals Professor an der polytechnischen Schule hier in München, – die erste praxistaugliche Kältemaschine entwickelt hat. 1873 wurde diese in der Spaten Brauerei versuchsweise erbaut und wurde zum Vorgänger für den Kühlschrank, wie wir ihn heute kennen. Für diese Erfindung bekam Linde damals von Prinzregent Luitpold sogar den Adelstitel verliehen. Zurecht finden wir!

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Rudolf Diesel

Der Diesel-Motor

Unser nächster Erfinder hat an der polytechnischen Schule München Vorlesungen bei eben erwähntem Carl von Linde genommen und wurde später selbst zu einem bedeutenden Wissenschaftler. Die ganze Welt kennt ihn, den Dieselmotor, und Rudolf Diesel hat ihn erfunden. Diesel ist zwar kein gebürtiger Münchner, hat aber hier mit seiner Familie gelebt und studiert. Das grundlegende Wissen für seinen späteren wissenschaftlichen Triumph hat er also womöglich in unserer Lieblingsstadt erworben. Und so beanspruchen wir die Erfindung des Dieselmotors einfach mal für unser geliebtes München.

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Josef Friedrich Schmidt

Mensch ärgere dich nicht

Es ist DAS Brettspiel – jedes, aber wirklich jedes Kind in Deutschland hat es bestimmt 100 Mal gespielt und vielleicht auch gelegentlich mal das Spielbrett vom Tisch gehauen. Dabei widerspricht das doch stark dem Namen des Spiels: Mensch ärgere dich nicht. Der Spiele-Klassiker ist tatsächlich ein waschechter Münchner. Erfunden wurde es von Josef Friedrich Schmidt, seiner Zeit, Anfang des 20. Jahrhunderts, Lebensmittelhändler in der bayerischen Hauptstadt. Sein Ziel damals: eine Beschäftigung für seine lebhaften Kinder. Mittlerweile hat das Spiel nicht nur seine, sondern auch Millionen andere Kinder mehr als fabelhaft beschäftigt.

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Werner Stengel

Das Looping

Unser nächster Erfinder ist in Bochum geboren, hat seinen Diplom-Ingenieur aber an der Technischen Hochschule hier in München gemacht. 1976 entwickelte er das erste fahrbare vertikale Looping für Achterbahnen, in dem er statt einer Kreisform eine Klothoide wählte. Das bedeutet, dass sanftere Übergänge bei Ein- und Ausfahrt aus dem Looping entstehen. Zuvor konnte man keine Achterbahnen mit Looping ohne schwere Gesundheitsgefahren für die Passagiere realisieren. Stengel revolutionierte also den Karussell– und Achterbahnbau und machte so auch erst das populäre Olympia-Looping möglich. Und ohne das wäre die Wiesn irgendwie auch nicht vollständig, oder?

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Justus von Liebig

Die Säuglingsnahrung

Ohne ihn gäbe es keine schnellen Suppen und womöglich auch keine geeignete Säuglingsnahrung. Justus von Liebig, seiner Zeit Universitätsprofessor in München, entwickelte explizit für Babys aus armen Familien, in denen die Kinder nicht genug Nahrung bekamen und für Babys, die keine Muttermilch bekommen konnten, eine Suppe für Säuglinge. Sie ist der wohl früheste Vorläufer der heutigen Babynahrung. Ganz nebenbei hat er übrigens auch noch den Suppenwürfel erfunden, – ein ziemlich smarter Münchner Erfinder würden wir sagen. 

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Prof. Jens Frahm

Das MRT

Eine vergleichsweise junge Erfindung, die für die Medizin von sehr hoher Bedeutung ist: Das MRT kommt ebenfalls aus München. Die Magnetresonanztomografie gilt als Meilenstein der deutschen Ingenieurskunst und ermöglicht es Ärzten, ins Innere der Patienten zu blicken. Die Bilder, die das MRT von den zu Untersuchenden generiert, zeigen Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper. Professor Jens Frahm vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie erhielt für diese Innovation den Europäischen Erfinderpreis.

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Fraunhofer Institut München

Die MP3 Datei

Jeder unter euch der Musik mag, nutzt es wahrscheinlich täglich: das MP3-Format. Und woher kommt es? Richtig, aus München! Forscher des Fraunhofer Institutes haben lange daran gearbeitet, die Datenmenge einer Audiodatei möglichst klein zu halten, ohne dadurch die Tonqualität zu verringern. Gelungen ist ihnen das, in dem sie alle Frequenzen aus der Datei genommen haben, die unser menschliches Gehör ohnehin nicht wahrnimmt. Seitdem können Musikfiles erst wirklich über das Internet übertragen werden. Eine echte Musikrevolution also – ebenfalls direkt aus München.