5Tipps für gemütliche Lesestunden

5Tipps für gemütliche LesestundenVom Buchspaziergang bis zum Lesecafé

Kaum werden die Tage kürzer, kälter und dunkler, kommen die Bücherwürmer und Leseratten in uns zu Tage... Wir kriechen auf's Sofa, hüllen uns in Decken und ernähren uns vorwiegend von Schokolade und Tee. Mmmmh, schööön. Aber aus der selben Lese-Gemütlichkeit heraus, kann man den heimischen Bunker ruhig auch mal verlassen. Wohin? Hier kommen unsere fünf Tipps mit denen eure wohlverdiente Winterruhe noch schöner wird.

Der Vorleser - aka. die behagliche Lesebühne

Regelmäßig veranstalten die Autoren Mate Tabula, Bekka und Jobinski ihre familiäre Lesebühne „Ziemlich beste Vorleser“ im kleinen Bistro Ooh Baby I Like It Raw. Am 22.11. ist es zum Beispiel wieder soweit. Was ihr erwarten könnt? Viel! Unter anderem Poesie, Komik und Tiefsinnigkeit in den selbstgeschriebenen Texte der ständig wechselnden Gäste und Live-Musik. Ihr müsst gar nicht viel machen – noch nicht einmal Eintritt zahlen, nur schon mal Plätze reservieren - denn die Plätze gehen schneller weg als diese berühmten warmen Semmeln.

 

Der englische Patient - aka. The Munich Readery

Ihr krankt daran, dass englische Bücher so oft so schlecht übersetzt werden und zieht die Originalversion vor? Euch kann leicht geholfen werden. Einfach rüber in die Augustenstrasse zu „The Munich Readery“ stiefeln! Hier findet ihr nicht nur einen Laden voller englischsprachiger secondhand Schmöker, sondern vor allem auch ein Sortiment, das mit einem sehr feinen Händchen zusammengestellt wurde. Absolut empfehlenswert!

Im Schatten des Windes - aka. Lisar Bücherflohmarkt und Bücherregale

Wenn Euch die Bücherstapel in der Wohnung kaum noch Luft zum Atmen lassen, dann heißt es: weg damit, auf dass andere Freude damit haben! Dann sammelt ruhig noch fleissig Bücher über den Winter an, damit ihr im Frühjahr alles verjubeln könnt. Zweimal im Jahr dürft Ihr Euch an der Widenmayerstrasse wie ein französischer Straßenbuchhändler fühlen: Unter den Bäumen direkt an der Isar findet der Lisar Bücherflohmark statt. Dort könnt Ihr Bücher ziemlich unkompliziert verkaufen und - wenn ihr das heimische Regal direkt wieder auffüllen wollt - auch auf nette Weise neue Bücher erstehen. Beratung gibt's von den Verkäufern nämlich meistens sehr gern und sehr ausgiebig dazu. Wenn es schneller gehen muss: In der ganzen Stadt stehen die Münchner Bücherschränke. Das Prinzip ist einfach: Ihr stellt eure Bücher rein und könnt euch natürlich auch gern mit dem Bestand versorgen. Wenn ihr noch schneller viele Bücher loswerden möchtet – hier ist eine Liste , wo ih eure Bücher für einen guten Zweck spenden könnt. 

Quo vadis? - aka. München-Romane zu Fuß erleben

Pic by Café Mon © Café Mon

Lesen macht natürlich wahnsinnig schlau, aber - zugegeben – den Körper macht es nicht unbedingt fit. Versucht doch mal das hier: Lest einen München-Krimi wie „Mördsmäßig München – 20 Stadtteilkrimis & Rezepte“ und lauft die Schauplätze ab. Ein schönes Endziel des Spaziergangs ist übrigens das Café Mon im Literaturarchiv, wo Ihr gleich noch stundenlang bei Kaffee, Kuchen und Wein weiterlesen könnt. Das macht zwar auch nicht fit – aber sehr glücklich.

 

Die Entdeckung der Langsamkeit - aka. Rroom Kiosk Books Bar

Ihr habt Lust auf spezielle Literatur, die den Mainstream kaum noch in Sichtweite hat? Kein Problem. Viele kunstvolle Bücher und Magazine findet Ihr in einer alten Fabrikhalle in Haidhausen – und sehr viel internationale Kunst der Gegenwart und Ruhe noch dazu. Denn das Rroom ist städtischer Kunstraum, Café, Buchladen und Ort zum Lesen und Recherchieren in einem. Schaut es Euch einfach mal an und lasst Euch in Ruhe bei einem Getränk inspirieren - dann könnt Ihr vielleicht mit einem neuen Werk Eure wohlverdiente Winterruhe auf der heimischen Couch fortsetzen. 

 

Henrike Hegner

Lebe Dein Ändern! Henrike hat es irgendwann aufgegeben, „nie“ zu sagen. Immer dann, wenn etwas unbekannt, irritierend oder anders ist, ist das Nordlicht mit vollem Herzen dabei – oft zu ihrer eigenen Überraschung. Feinste Künste und letzter Trash können sie gleichermaßen begeistern. Nervös wird sie nur, wenn die Flasche Cola nicht in Griffweite ist.