33rpm

33rpmHandcrafted Soul-Food

Schallplatten stehen nur in verstaubten Kisten auf dem Speicher rum? Von wegen! Die ein wenig in die Jahre gekommenen, schwarz gerillten Tonträger erleben nämlich schon seit geraumer Zeit einen regelrechten Hype. Und dass nicht nur in Vintage-Kreisen. Deswegen drehen sich im brandneuen 33rpm die Plattenteller für den guten Sound und aufgelegt wird dort Soul Food vom Feinsten. Das Restaurant im stylischen Haidhausener Jams Hotel vereint internationale Klassiker mit regionalen Qualitätsprodukten und zählt sowohl musikalisch, als auch in der Küche - ganz "back to the roots like" - auf’s gutes, ehrliches Handwerk.

Frischer Wind mit nostalgischer Note

Schon nach den ersten paar Schritten über die Schwelle des 33rpm fällt einem die Liebe zum Detail ins Auge. Überall finden Relikte aus Schallplattenzeiten eine neue, stylische Verwendung und hauchen dem Restaurant-Bar-Konzept besonderen Wind mit nostalgischer Note ein. Verantwortlich für’s Äußerliche ist Michael Faltenbacher (58) und der Gastronom & Interior Designer ist in München wahrlich kein unbeschriebenes Blatt.

Neben Vinyl erlebt grade einfach alles Handwerkliche einen echten Revival.

Michael Faltenbacher - 33rpm

Vom Dachgarten zum Hotelhighlight

Erst im vergangenen Jahr hat er mit dem Dachgarten eine Parkdeck Chill-Out Oase geschaffen, die in der Bayrischen Landeshauptstadt seines gleichen sucht. Zusammen mit drei Partnern geht es in seinem neuesten Baby, dem 33rpm, vor allem auch darum, der digitalen Generation Y den analogen Vinyl-Kult näherzubringen. “Die Jüngeren können oft mit dem Restaurant-Namen gar nichts mehr anfangen.”, erzählt uns Michael. Aber auf dem iPod muss man sich, zur Verteidigung der Unwissenden, nun einmal nicht mehr mit Abspielgeschwindigkeiten auseinandersetzen. Aufklärungsarbeit wird im 33rpm nicht nur sicht-, sondern auch fühlbar geleistet. So finden sich selbst auf den Tischen die unverkennbaren, feinen Vinyl-Rillen wieder.

Ob zum Frühstück... © Geheimtipp München

...mit frisch aufgebrühtem Ingwer-Tee © Geheimtipp München

Oder zu später Stunde an der Bar... © Geheimtipp München

Champus schlürfen... © Geheimtipp München

Oder leckere Cocktails genießen © Geheimtipp München

Internationale Klassiker treffen auf modernen Stil

Und auch in der Küche zählt man im 33rpm auf kunstvolles Handwerk. Die Teller von Küchendirektorin Alex Kuhl (32) und ihrem Küchenchef sind bei aller Farben- und Blütenpracht fast zu schön zum Verspeisen. “Wir wollen internationale Klassiker modern und regional übersetzten.” Altbewährtes vom Herd mit einem neuem Gesicht, zubereitet ausschließlich mit heimischen Produkten. So soll sich die analoge Vinyl-Emotion bis zum Gaumen fortführen und ein frisches Münchner Gericht auf dem Teller präsentiert werden. “Das Ceviche zum Beispiel, ein klassisches peruanisches Gericht, wird bei uns mit Fisch aus dem Chiemsee zubereitet.”, schwärmt Michael von der Arbeit seiner Küchenchefin.

Wir wollen internationale Klassiker modern und regional übersetzten.

Michael Faltenbacher - 33rpm

Die Teller allesamt eine wahre Augenweide © Geheimtipp München

Mit aller Blütenpracht © Geheimtipp München

Oder darf's lieber ein wenig fruchtiger sein? © Geheimtipp München

Der perfekte Start in den Tag. © Geheimtipp München

French Toast mit Peanutbutter. Yummy! © Geheimtipp München

Frühstücken like a Rockstar

Aber auch das Frühstück kann sich sehen und vor allem schmecken lassen: Aufwendig getoppte Bauernbrote, trendige Bowls, oder eben die klassischen Eggs Benedict im modernem Antlitz. Bis zum Probieren müsst ihr euch leider noch ein wenig gedulden, denn im 33rpm fällt erst Ende April der offizielle Startschuss, aber so viel darf schon einmal verraten werden: es lohnt sich definitiv, wenn die kleinen Kunstwerke den Weg in den Magen finden. Wir haben schon einmal vorgekostet...

München war ja mal eine richtige Musikhaupstadt. Hier ist wahnsinnig viel produziert worden. Von Donna Summer bis Freddie Mercury, alle waren sie da.

Michael Faltenbacher - 33rpm

Aus den Boxen und auf dem Teller: Soul!

Hier spielt die Musik! Und das werden im 33rpm ausnahmsweise mal keine Electro-Beats sein, sondern der soulige Sound der 60er & 70er. Auch im angrenzenden und frisch designten Jams Hotel dreht sich alles um die schwarzen Tonträger. Der ganze Trubel um die Mucke ist keinesfalls weit hergeholt, denn einst war München bei den kreativen Sound-Schöpfern mal echt angesagt. Michael schwelgt in Erinnerungen, “München war ja mal eine richtige Musikhauptstadt. Hier ist wahnsinnig viel produziert worden. Von Donna Summer bis Freddie Mercury, alle waren sie da.” Und eben jenen zeitlosen Stars & Sternchen gilt es im kulinarischen Sinne Tribut zu zollen.

Detailverliebt! Hier ein ehemaliger Single-Ständer © Geheimtipp München

Na, wer von euch kennts noch? Die wurden damals in große Lochung der Maxi-LP's gesteckt. © Geheimtipp München

Selbst auf dem Thron geht's heiß her. © Geheimtipp München

Music is my best friend © Geheimtipp München

Da geht dir ein Licht auf. © Geheimtipp München

Stars im Glas

Den Größen von damals kommt ihr eigener Drink zu Ehren - Michaels Favorit ist damals auf der Bühne wie heute im Glas: Charles Bradley. Und der kommt nicht nur mit exquisiten Noten und Creme de Cassis daher, sondern ändert während er getrunken wird sogar seine Farbe - eben ein wahrer Show-Master. Die Weinkarte orientiert sich dann wieder an der hervorragenden heimischen Auswahl, getreu dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah?“. "Einen Pinot Grigiot bekommst du eh schon überall.” Und sollte es bei der ganzen Auswahl dann doch mal ein wenig zu feucht-fröhlich werden, hat man mit dem Jams Hotel ja ein stylisches Bettchen zum Greifen nah. Chin chin! 

Fotos: Anna Pauels / 1. Kollage Jams Hotel

Miles Köhler

Miles - mit dem Herz auf der Zunge und dem Bass im Ohr, tanzt sich unser ehemaliges Hauptstadtkind munter durch Münchens Elektroclubs. Von Kopf bis Fuß in schwarz - aber mit 'ner großen Portion Konfetti, bitte! Auf der Suche nach dem kleinen Hauch Berliner Luft im Augustinerland und dem Tofu-Steak im Weißwurst-Heaven.